Zahnimplantat

Zahnimplantate gehören in Deutschland heute zum zahnmedizinischen Standard. Sie zählen zum festsitzenden Zahnersatz und haben den Vorteil den Knochenschwund bei fehlenden Zähnen zu verhindern. Zahnimplantate werden operativ in den Zahnknochen eingesetzt und wachsen mit diesem fest zusammen. So wird der Knochen beansprucht und trainiert, was seinem stetigen Rückgang bei Zahnverlust entgegenwirkt. Zudem bieten Implantate einen sicheren Halt und damit ein gutes Mundgefühl. Hier erfahren Sie alles zum

  • Aufbau eines Zahnimplantats
  • Behandlungsverlauf
  • Kosten eines Zahnimplantats
Zahnimplantat im Querschnitt

Aufbau eines Zahnimplantats

Titan und Keramik sind biokompatible Stoffe, die selten allergische Reaktionen hervorrufen und meist problemlos mit dem umliegenden Knochen verwachsen. Keramik besitzt eine sehr glatte Oberfläche, was es Bakterien erschwert sich festzusetzen. Allerdings ist Keramik nicht so stabil wie Titan. Titan bietet eine hohe Festigkeit und Elastizität, hat jedoch den Nachteil, bei dünnem Zahnfleisch durchzuscheinen.

Mit einem Implantat kann man nicht nur einzelne Zähne im Kiefer ersetzen. Mehrere Implantate können auch zur dauerhaften und stabilen Befestigung von Zahnbrücken dienen. Hierfür sind meist drei Implantate nötig, die jedoch den Knochenabbau an den freien Stellen nicht verhindern.

Behandlungsverlauf Zahnimplantat

Benötigen Sie einen Zahnersatz, ist die Behandlung ein langer Prozess, der sich über mehrere Monate hinziehen kann. Doch er lohnt sich, denn kein anderer Zahnersatz ist so langlebig und stabil wie ein Zahnimplantat.

Vorbereitung

Vor jeder Behandlung steht zunächst die Diagnostik, in deren Rahmen Sie als Patient ausführlich durch Ihren Zahnarzt zu möglichen Behandlungen, Kosten und Risiken beraten werden. Der Zahnarzt erstellt eine Krankengeschichte und lässt diese zusammen mit den Wünschen des Patienten in die Planung des Behandlungsverlaufes einfließen. Vor dem operativen Eingriff müssen Vorerkrankungen ausgeschlossen und gegebenenfalls behandelt werden. So kann es nötig sein, einen Knochenaufbau vorzunehmen, um dem Implantat eine stabile Basis zu gewähren. Der Knochenschwund ist eine Folge von längerem Zahnverlust und diversen Zahnerkrankungen. Dieser schreitet ohne geeignete Maßnahmen und Behandlungen stetig fort und weitet sich auch auf das umliegende Knochengewebe aus. Das Knochengewebe muss vor dem Einsetzen eines Implantates wiederaufgebaut werden. Auch vorliegende Zahnfleisch- oder umliegende Wurzelentzündungen müssen vor dem Einsetzen eines Zahnimplantats behandelt werden. Sie stören das Verwachsen mit dem Knochenmaterial und bergen das Risiko von Infektionen nach der Operation.

Die moderne Diagnostik verwendet 3D-Verfahren, die zusätzliche Aussagen über den Zustand der Knochenqualität und des Nervenverlaufs treffen können. Zudem ist die Strahlenbelastung durch diese Technik geringer.

Ist die Diagnostik abgeschlossen, plant Ihr Zahnarzt mit Ihnen den Behandlungsverlauf sowie den Zeitplan und entwirft anhand der 3D Aufnahme eine Bohrschablone.

Operation Zahnimplantat

Die Operation erfolgt ambulant mit lokaler Betäubung. Eine weitere Sedierung ist durch Lachgas möglich. Ist der Kieferbereich betäubt, wird zunächst ein Schnitt am Zahnfleisch gesetzt. Der Kieferknochen wird an der betreffenden Stelle freigelegt und in diesen ein passgenaues Loch gebohrt. Anschließend wird der Implantatkörper hineingeschraubt. Um eine Belastung während des Heilprozesses auszuschließen, wird ein Provisorium auf das Implantat aufgebracht und das Zahnfleisch mit einer Naht verschlossen.

Heilungsprozess

Der Heilprozess beginnt mit dem Schließen des Zahnfleisches. Neben dem Zahnfleisch, welches in der Regel sehr schnell zuwächst, ist es vor allem der Heilprozess im Inneren des Kieferknochens entscheidend für den Verlauf der Behandlung. Der Prozess kann abhängig von individueller Wundheilung, Position im Kiefer und äußeren Einflüssen drei bis acht Monate in Anspruch nehmen. In der Regel benötigen Zahnimplantate im Oberkiefer mehr Zeit zum einheilen. Je nach Behandlung erfolgt eine offene oder geschlossene Heilung, bei der entweder Schleimhaut über dem Implantat liegt oder der Aufbau herausragt.

Ist der Implantatkörper fest mit dem Kieferknochen verwachsen, nennt man diese Verbindung Osseointegration.

Einsatz des Implantats

Nach abgeschlossener Heilung wird in einer Sitzung der Zahnersatz aufgebracht. Bei einer geschlossenen Heilung wird zunächst das Zahnfleisch geöffnet und das Implantat freigelegt. Die einzelne Zahnkrone wird dann aufgeschraubt oder zementiert. Bei geschlossenen Heilungen kann es nötig sein, einen Zahnfleischformer als Übergang einzusetzen.

Risiken bei Zahnimplantaten

Die Risiken eines Zahnimplantates sind recht gering, denn die heutigen medizinischen Standards sind so hoch, dass auch eine Operation im Mundraum keine allzu großen Risiken birgt. Ein Risiko, dass durch eine sorgfältige Diagnostik weitgehend vermeidbar ist, ist die Beschädigung von Nerven oder anderen Strukturen im Kiefer- und Mundraum. Aufgrund der guten Biokompatibilität siedeln sich gern Bakterien an. Durch mangelnde Mundhygiene kann es hier zu Infektionen durch Bakterien bis hin zur Periimplantitis kommen. Diese Infektion am Implantat hat zur Folge, dass der Knochen geschädigt werden kann und der Zahnersatz an Festigkeit verliert. Durch gezielte Pflege der Zähne und insbesondere der Implantate kann man diesem Risiko entgegenwirken.

Zahnimplantat Illustration

Kosten Zahnimplantat

Die Kosten von Zahnimplantaten können sehr unterschiedlich ausfallen. Abhängig von der Diagnose, vorherigen Behandlungen wie Knochenaufbau, Größe, Material und der Anzahl der Implantate können die Kosten für ein Zahnimplantat zwischen 2.000 und 3.500 Euro liegen. Die Krankenkasse übernimmt in der Regel keine Kosten für Zahnimplantate. Hier wird nur der Festzuschuss für den regulären Zahnersatz gezahlt, der jedoch nicht einmal die Hälfte der Kosten abdeckt. In Ausnahmefällen, wie nach Tumorerkrankungen oder Unfällen, übernimmt die Krankenkasse die vollen Kosten des Implantats sowie die der Zahnkrone.

Entscheiden Sie sich für ein Zahnimplantat, können Sie den Großteil der Kosten über eine Zahnzusatzversicherung stemmen. Jedoch plant nicht jeder Patient vorausschauend für den drohenden Zahnersatzes. Sind Sie bereits in Behandlung, ist die Rettung eine Zahnersatz Sofort Versicherung, die Sie ohne entsprechende Vorlaufzeit abschließen können. Die Zahnersatz Sofort Versicherung springt dabei ein und bewahrt Sie vor der Kostenfalle. So müssen Sie nicht auf hochwertigen Zahnersatz verzichten und behalten Ihr strahlendes Lächeln.

Fazit

Das Einsetzen eines Zahnimplantates ist ein invasiver Eingriff und erfordert eine entsprechend lange Heilung. Diese in Kauf zu nehmen, lohnt sich jedoch, denn es gibt keinen stabileren und zahnechteren Zahnersatz als ein Zahnimplantat. Die Kosten für diese Behandlung sind entsprechend hoch und können von den meisten Menschen nicht ohne weiteres bezahlt werden. Die Krankenkassen übernehmen hier nur einen Bruchteil der Kosten. Um den drohenden Knochenabbau zu verhindern, muss schnell gehandelt werden. Hier springt die Zahnersatz Sofort Versicherung ein, die Sie auch während begonnener Behandlung abschließen können.